K -News vom 15.05.2019

Kosmetiktuben aus biobasiertem Polyethylen –ressourcenschonend, recyclingfähig und verkaufsfördernd


Kosmetiktuben aus dem biobasierten Green PE von Braskem kombinieren Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit mit Attraktivität im Verkaufsregal und erfüllen damit die Forderungen von Markenartiklern und Endverbrauchern. FKuR, ein führender Hersteller und Distributor von Biokunststoff-Granulaten, präsentiert erfolgreiche Anwendungen auf der CosmeticBusiness 2019, die am 5. und 6. Juni in München stattfindet, in Halle 3 Stand E02. 


Anwendungsgerechte Biopolymere

Das Portfolio von FKuR bietet eine umfangreiche Auswahl an biobasierten Kunststoffen für die Herstellung von Kosmetikverpackungen. Alle Typen kombinieren die erforderlichen mechanischen und Barriereeigenschaften mit entsprechender Beständigkeit gegen die Inhaltsstoffe und guter Bedruckbarkeit für eine hohe Attraktivität auch ohne Umverpackung. Speziell für das Extrusionsblasformen von Tuben eignet sich das biobasierte Polyethylen Green PE, das Braskem aus dem nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr herstellt. Je nach Anwendung stehen dafür zu über 90 % biobasierte PE-HD-Typen, zu über 95 % biobasierte PE-LD-Typen sowie zu über 80 % biobasierte PE-LLD-Typen (nach ASTM D 6866) zur Verfügung. Darüber hinaus bietet FKuR mit Terralene LL 1712 ein eigenes Compound für die Tubenherstellung an, das auf Green PE basiert. 

Die mechanischen Eigenschaften und die Recyclingfähigkeit dieser Werkstoffe entsprechen denen der herkömmlichen erdölbasierten PE-Typen. Somit sind sie auch in den gleichen Anwendungen einsetzbar und ebenfalls zu 100 % im PE-Abfallstrom recyclingfähig. Als verkaufsfördernde Maßnahme können Anwender damit hergestellte Tuben mit dem lizenzfrei nutzbaren „I´m green™“ Logo der Braskem kennzeichnen. Die Verwendung des Logos setzt die Nennung des nachwachsenden Rohstoffanteils (ermittelt nach ASTM D 6866) voraus. Zudem besteht die Möglichkeit, Zertifikate unabhängiger Stellen zu erwerben, wie das „OK Biobased“ des TÜV Austria oder das „DIN geprüft“ von DIN Certco mit ihren jeweiligen Punkte-Bewertungssystemen.


Erste Anwendungen – attraktiv und erfolgreich

Emballator Tectubes, schwedischer Hersteller von spritzgegossenen und extrudierten Kunststoff- sowie Aluminiumtuben, hat bereits vor einigen Jahren den Schritt zum biobasierten Green PE vollzogen und ist damit dem Auftrag seiner Kunden und dem Trend gefolgt, dass Endverbraucher zunehmend Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit in ihre Kaufentscheidungen einbeziehen. Unterstützt von Polymerfront, dem schwedischen Distributor von FKuR, hatte das Unternehmen zuvor damit und mit der Alternative PLA intensive Tests durchgeführt. Dabei hatte sich das biobasierte PE auf Grund seiner besseren Barrierewirkung gegenüber Wasser und seiner einfacheren Verarbeitbarkeit durchgesetzt. 

Dazu Jan-Erik Svensson, strategischer Einkauf bei Emballator Tectubes: „Als erster Hersteller, der Green PE für Tuben einsetzte, standen wir vor einer beachtlichen Herausforderung. Spezielle Compounds wurden entwickelt, alle Verarbeitungsparameter und die Werkzeuge wurden optimiert, und erst nach einer Vielzahl von Produktionstests und Ergebnisanalysen war das optimale Ergebnis erreicht. Auch dabei war die Hilfe von Polymerfront extrem wertvoll.“ Heute setzt das Unternehmen Green PE für Tuben in unterschiedlichsten Größen mit Volumen von 5 bis 275 ml ein und verwendet diesen Biokunststoff darüber hinaus auch für die Herstellung zugehöriger Verschlusskappen.

Ebenfalls ein Pionier bei der Anwendung von biobasiertem Polyethylen ist Lageentubes, ein seit über 50 Jahren weltweit aktiver und führender Hersteller von Tuben für die Bereiche Kosmetik, Körper-, Haar- und Mundpflege sowie Pharma & Food. Das Unternehmen verwendet Green PE für seine Sugarcane Tuben und nennt dabei die uneingeschränkte Recyclingfähigkeit als wichtiges Argument für Green PE. Dazu Timor Benari-Shuster, Marketing Communications Manager: „Zu Beginn mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten und die Eignung dieses biobasierten Kunststoffs immer wieder mit Fakten zur Beständigkeit und Qualität nachweisen. Heute hat die Branche erkannt, dass daraus hergestellte Tuben die gleichen Gebrauchseigenschaften mitbringen wie solche aus konventionellem PE und sich damit ebenso perfekt für Kosmetik-Primärverpackungen eignen. Wir bieten unsere Sugarcane Tuben in beiden Formaten Mono-Layer und als 5-Schicht Co-Ex-Variante an. Ein gutes Argument war dabei auch, dass der Wechsel zu Green PE keine Änderungen im Produktionsprozess oder Investitionen in neue Werkzeuge erfordert.“

Neu bei Lageentubes ist die Möglichkeit, Kosmetiktuben aus Green PE direkt digital zu bedrucken. Benari-Shuster weiter: „Mit diesem Angebot bieten wir jetzt eine revolutionäre nach unserer Kenntnis zuvor nicht verfügbare Gestaltungsfreiheit bei der Tubendekoration an. Unser End-to-End-Druck ermöglicht eine 360° Dekoration, ohne Lücken oder Überlappungen, mit realistischen Bildern, Schattierungen, Gradienten und Halbtönen über die gesamte Außenseite hinweg und einschließlich des Verschlusses, kundenspezifisch angepasst und bei Bedarf auch personalisiert.“ LageenTubes präsentiert seine Sugarcane Tuben auf der CosmeticBusiness in Halle 2, Stand B19
Auch der Verpackungs-Spezialist Tubex produziert am Standort Wasungen Tuben aus einem Coextrudat aus Green PE und einem Barrierekunststoff. Das Unternehmen beliefert damit unter anderem Swox, einen Münchener Hersteller von Spezial-Sonnenschutzprodukten für Outdoorsportler. 

Dazu Katharina Kestler, zuständig für Public Relations bei Swox: „Unsere Kunden haben ein natürliches Interesse daran, die Umwelt zu schützen und sind sich ihrer Verantwortung dabei aber durchaus bewusst. Darum hat sich Swox auch das Thema Verpackung genauer angesehen und sich in enger Zusammenarbeit mit Tubex schließlich für Green PE entschieden.“ Und Sandra Storandt, Account Manager Plastic Tubes bei Tubex ergänzt: „Wir sehen eine stetig zunehmende Kundennachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen, die wir dank unserer engen Zusammenarbeit mit dem Biokunststoffexperten FKuR in der Regel auch erfüllen können, denn Green PE ist umweltfreundlich, kompatibel zum Füllgut und gut zu recyceln.“
Ein zukunftsweisender Anwender solcher Tuben ist auch das österreichische Bio-Kosmetiklabel „Hands on Veggies“. Seine darin in den Handel gebrachten, unter demselben Namen vermarkteten Biokosmetikprodukte enthalten die wertvollen Inhaltsstoffe von Gartengemüse wie Kürbis, Karotten, Grünkohl & Co. Multitubes, ein niederländischer Experte im Bereich Kunststofftuben für Kosmetik-, Lebensmittel-, Pharma- und Industrieanwendungen stellt die Tuben aus Green PE her und dekoriert sie dabei auch in leuchtend frischen Farben. Der Einsatz eines biobasierten Kunststoffs schafft auch hier einen echten Mehrwert, denn damit zeigt das Unternehmen dem Verbraucher, dass es den Umweltgedanken konsequent zu Ende denkt.


Der Anfang einer vielversprechenden Entwicklung

Zusammenfassend erläutert Patrick Zimmermann, Leiter Marketing & Vertrieb von FKuR: „Green PE bietet ideale Eigenschaften für diesen Zweck. Darum ist unsere Zusammenarbeit mit Herstellern von Kosmetiktuben bereits sehr erfolgreich. Aber tatsächlich sehen wir die hier genannten Beispiele erst als Anfang einer vielversprechenden Entwicklung. Sie zeigen, wie biobasierte Kunststoffe in diesem Anwendungsbereich besonders vorteilhaft eingesetzt werden können, weil sie auch im Verkaufsregal deutlich auf das Umweltbewusstsein von Markenartiklern hinweisen. 

Darauf aufbauend sind wir an der Entwicklung weiterer Tubenanwendungen in den Bereichen Kosmetik und Healthcare beteiligt, wo wir anwendungstechnisch beraten und gegebenenfalls auch kundenspezifische Modifikationen unserer Biokunststoffe entwickeln. Ein gutes Beispiel dafür ist unser Terralene PP als teilweise biobasierter Kunststoff mit den Eigenschaften von Polypropylen, aus dem z. B. für Verschlusskappen mit und ohne Filmscharnier hergestellt werden.“



Mit dem Green PE von Braskem hat FKuR eine Familie biobasierter Kunststoffe im Portfolio, die sich bei Tubenherstellern mit großem Erfolg als nachhaltige, umweltverträgliche, komplett recyclingfähige und attraktiv dekorierbare Alternative zum erdölbasierten Pendant erweist. - Bild: © FKuR

 

Weitere Informationen zu Tuben aus biobasiertem PE:
Braskem: http://plasticoverde.braskem.com.br/site.aspx/plastic-green 
Emballator Tectubes: http://tectubes.com/en/green-pe-tubes/
Lageentubes: https://www.lageentubes.com/2016/10/02/1111/
Tubex: https://www.tubex.de/kunststofftuben.html
Swox: https://www.swox.com/de/produkte/
Hands on veggies: https://www.handsonveggies.de/
Multitubes: https://multitubes.nl/bio-based/


Hintergrund:
Die FKuR Gruppe ist eine mittelständische, privat geführte Unternehmensgruppe, die sich auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Spezialcompounds und die Distribution von Kunststoffspezialitäten fokussiert. 
Eingebettet in die Unternehmensgruppe sind aktuell die FKuR Kunststoff GmbH, einer der führenden Produzenten von Biokunststoff-Compounds für flexible Verpackungslösungen und technische Anwendungen sowie die FKuR Polymers GmbH, die sich auf die Entwicklung und Produktion  von TPE und PP- / PE- Compounds spezialisiert hat.
Das Produktportfolio der FKuR Gruppe umfasst die Produktgruppen der FKuR Kunststoff GmbH Bio-Flex®, Biograde®, Fibrolon®, Terralene®, Terraprene® sowie die Marken Macroprene®, Macolen® PE und Macolen® PP der FKuR Polymers. 
Das Distributionsgeschäft umfasst das biobasierte PE ,I’m green™‘ von Braskem sowie das biobasierte PET Eastlon der Fenc Gruppe.


Kontakt:
www.fkur.com
www.fkur-polymers.com

 




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