K -News vom 19.04.2019

Arburg auf der Plastpol 2019: Digitalisierte und automatisierte Spritzgießtechnik


•    „Road to Digitalisation“: Digitale Arburg-Produkte für effizientes Spritzgießen
•    Turnkey-Anlage: Automatisierter vertikaler Allrounder fertigt variantenreich und flexibel nach Kundenwunsch
•    Automatisiert: Allrounder der Baureihe Golden Electric produziert Kabelbinder


Als Vorreiter der Branche in Sachen Industrie 4.0 und Digitalisierung bietet Arburg zahlreiche „smarte“ Lösungen und digitale Produkte für die effiziente Kunststoff¬verarbeitung. Auf der Plastpol vom 28. bis 31. Mai 2019 in Kielce, Polen, liegen die Schwerpunkte auf der „Road to Digitalisation“, Turnkey und Automation. Eine flexibel automatisierte Fertigungszelle produziert auf dem Messestand E30 in Halle E elastische Spannseile und bindet Kundenwünsche online in den laufenden Spritzgießprozess ein. Das zweite Maschinenexponat, ein elektrischer Allrounder der Baureihe Golden Electric, fertigt automatisiert Kabelbinder. 

„Die Plastpol ist der zentrale Treffpunkt der Kunststoffbranche Mittel- und Osteuropas, wo wir seit Jahrzehnten sehr erfolgreich vertreten sind“, erläutert Dr. S?awomir ?niady, Geschäfts¬führer von Arburg Polska Sp. z o o. „Als Vorreiter in Sachen Digitalisierung und kompetenter Partner für Turnkey-Lösungen gehen wir gemeinsam mit unseren Kunden den Weg in die digitale Zukunft der Kunststoffverarbeitung und zeigen in Kielce praxisnahe Lösungen und Anwendungen.“


Zentraler 4.0-Baustein: Arburg Leitrechnersystem ALS

Arburg verfügt über mehr als 30 Jahre Know-how in der IT-vernetzten Fertigung. Das Angebot für die produktionseffiziente Kunststoffteilefertigung reicht von digitalen Assistenzpaketen über Predicitive Maintenance und den Arburg Remote Service bis zum neuen Kundenportal „arburgXworld“ und dem eigenen MES, dem Arburg Leitrechnersystem ALS. Als zentraler Baustein von Industrie 4.0 ermöglicht ALS den Online-Datenaustausch über Produktionseinrichtungen und -standorte hinweg (horizontale Integration) ebenso wie mit einem PPS/ERP-System (vertikale Integration). Auf der Plastpol 2019 sind die beiden Exponate mit dem ALS vernetzt. Die Arburg-Experten zeigen an einem Monitor, wie sich damit alle relevanten Produktions- und Qualitätsdaten erfassen und archivieren lassen und eine durchgängige Rückverfolgbarkeit von Aufträgen, Chargen oder Einzelteilen möglich ist. 


Variantenreich: Serienfertigung nach Kundenwunsch

Als „smartes“ Exponat produziert eine kompakte Turnkey-Anlage rund um einen vertikalen Allrounder 375 V von Schuss zu Schuss flexibel elastische Spannseile „on demand“ – dank eines cleveren Produkt- und Werkzeugdesigns und Industrie-4.0-Bausteinen ganz ohne Umrüsten. Die Kundenwünsche werden online in den laufenden Spritzgießprozess eingebunden. Auf der Plastpol 2019 kann man zwischen drei verschieden langen Spannseilen in drei Farben sowie zwischen drei Endstück-Kombinationen wählen und die gewünschte Variante direkt am Terminal eingeben. Nach Übertragung des Auftrags an die zentrale Selogica-Steuerung, wird das Spannseil auf die gewählte Länge geschnitten und von einem platzsparend innerhalb der Maschinen-Aufstellfläche angeordneten Sechs-Achs-Roboter gehandhabt. Er platziert die Seil-Enden im 4-fach-Werkzeug, wo in einer Zykluszeit von rund 40 Sekunden die Kombinationen Haken/Haken, Haken/Öse oder Öse/Öse angespritzt werden. In der industriellen Praxis ist eine solche Anwendung prädestiniert etwa für die Kabelkonfektionierung in der Automobilindustrie.


Elektrisch: Effiziente automatisierte Spritzteilproduktion

Mit einem zweiten Exponat zeigt Arburg auf der Plastpol 2019 das große Potenzial der elektrischen Baureihe Golden Electric für die wirtschaftliche automatisierte Kunststoffteile¬fertigung. Ein Allrounder 570 E Golden Electric mit 2.000 kN Schließkraft und einer Spritzeinheit der Größe 800 produziert mit einem 8-fach-Werkzeug in einer Zykluszeit von rund 20 Sekunden Kabelbinder aus PP. Die Spritzgießmaschine ist kompakt automatisiert mit einem Multilift Select. Das in die Selogica-Steuerung integrierte lineare Robot-System entnimmt die Spritzteile aus dem Werkzeug und legt sie auf ein Förderband ab.


Individuelle Turnkey-Lösungen

Über die Automation lassen sich immer mehr und aufwendigere Arbeitsschritte im Spritzgießprozess realisieren sowie Materialfluss und Logistik vereinfachen. Die Turnkey-Experten von Arburg am deutschen Stammsitz in Loßburg und von der polnischen Niederlassung bieten schlüsselfertige Anlagen und erarbeiten in enger Zusammenarbeit mit den Kunden individuelle Lösungen, die Teilequalität, Prozesssicherheit, Verfügbarkeit, Produktivität und Wirtschaftlichkeit der Fertigungs¬prozesse steigern. Zudem lassen sich mit Turnkey-Anlagen zusätzliche Funktionen in Bauteile integrieren. Wichtig ist in jedem Fall eine ganzheitliche Betrachtung: angefangen vom Produktdesign über die Werkzeug- und Verfahrenstechnik bis hin zur Konfiguration der Fertigungszelle samt Funktionstests und Datenbereitstellung.



Dr. S?awomir ?niady, Geschäftsführer bei Arburg Polska: „Als Branchenführer in Sachen Digitalisierung gehen wir gemeinsam mit unseren Kunden den Weg in die digitale Zukunft der Kunststoffverarbeitung. Auf der Plastpol 2019 zeigen wir dazu praxisnahe Lösungen und Anwendungen.“ - Foto: ARBURG



Flexible Serienfertigung „on demand“: Eine Turnkey-Anlage rund um einen vertikalen Allrounder 375 V und einen platzsparend angeordneten Sechs-Achs-Roboter produziert auf der Plastpol 2019 elastische Spannseile auf Kundenwunsch. - Foto: ARBURG


Hintergrund:
Das deutsche Familienunternehmen Arburg gehört weltweit zu den führenden Maschinenherstellern für die Kunststoffverarbeitung. Das Produktportfolio umfasst Allrounder-Spritzgießmaschinen mit Schließkräften zwischen 125 und 6.500 kN, den Freeformer für die industrielle additive Fertigung sowie Robot-Systeme, kunden- und branchenspezifische Turnkey-Lösungen und weitere Peripherie.
Das Unternehmen stellt das Thema Produktionseffizienz in den Mittelpunkt aller Aktivitäten und betrachtet dabei die gesamte Wertschöpfungskette. Ziel ist, dass die Kunden von Arburg ihre Kunststoffprodukte vom Einzelteil bis zur Großserie in optimaler Qualität zu minimalen Stückkosten fertigen können – z. B. für die Automobil- und Verpackungsindustrie, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik, Medizintechnik oder den Bereich Weißwaren.
Eine erstklassige Kundenbetreuung vor Ort garantiert das internationale Vertriebs- und Servicenetzwerk: Arburg ist mit eigenen Organisationen in 25 Ländern an 33 Standorten und über Handelspartner in mehr als 50 Ländern vertreten. Produziert wird ausschließlich im deutschen Stammwerk in Loßburg. Von den insgesamt rund 3.000 Mitarbeitern sind rund 2.500 in Deutschland beschäftigt, weitere rund 500 in den weltweiten Arburg-Organisationen. Als eines der ersten Unternehmen wurde Arburg 2012 dreifach zertifiziert: nach ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt) und ISO 50001 (Energie).


Kontakt: www.arburg.com

 




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