K -News vom 18.04.2019

Additive Fertigung – Schmelzebasierte Verfahren


Kaum eine andere Technologie hat in den letzten Jahren eine so rasante Entwicklung vollzogen wie die additive Fertigung. Die Marktdynamik ist durch viele Prozessinnovationen und neue Anlagentechniken geprägt. Das Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk (IKV) an der RWTH Aachen bietet am 5. und 6. Juni 2019 in Aachen eine Fachtagung zur Additiven Fertigung mit Schwerpunkt auf den schmelzebasierten Verfahren an. Moderator der Veranstaltung ist Dr. Wolfgang Meyer, Technischer Entwicklungsleiter im Vorseriencenter Neue Technologien und Innovationsmanagement der Volkswagen AG in Wolfsburg.

Ursprünglich wurde die additive Fertigung nur zum Prototyping eingesetzt. Heute ist es bereits möglich, auch Strukturbauteile mittels additiver Fertigung kostengünstig aus technischen Kunststoffen herzustellen. Die Anlagen- und Prozessauslegung stellt dabei noch eine große Herausforderung dar. Die hohen geometrischen Freiheitsgrade und die neuen Ansprüche an den zu verarbeitenden Kunststoff, die sich aus der Prozessführung ergeben, verlangen nach neuen Ansätzen für eine angepasste fertigungsgerechte Bauteilauslegung und Werkstoffauswahl. Aktuelle Forschungen beinhalten daher u. a. die softwaregestützte Entwicklung neuer Material- und strukturmechanischer Modelle speziell für die additive Fertigung. 
Daraus ergeben sich für die IKV-Fachtagung folgende Themenschwerpunkte: Werkstofftechnik, Prozessentwicklung, Bauteilauslegung, Modellierung und Industrialisierung der Additiven Fertigung. 18 Vorträge aus Industrie und Wissenschaft zeigen neueste Entwicklungen zu den genannten Themen auf. Aus der Industrie kommen die Referenten von Arburg, BigRep, BMW, DuPont, e-Xstream Engineering, Fillamentum Manufacturing Czech, Hage Sondermaschinenbau, Igus, Lehmann & Voss, Procter & Gamble, Stratasys, Ultimaker, Volkswagen und Yizumi Germany. Drei Vorträge aus dem IKV und einer vom Institut für Maschinenelemente und Systementwicklung der RWTH Aachen steuern die Wissenschaft bei.

Darüber hinaus steht eine Führung durch die Labore der Additiven Fertigung und durch ausgewählte Technika des IKV auf dem Programm. Das IKV lädt herzlich zu dieser Fachtagung ein. Die Vorträge, die Führung durch die Labore und das Get-together im IKV-Technikum bieten die Gelegenheit, in einen angeregten Meinungsaustausch mit Experten aus Wirtschaft und Forschung zu treten und die aufgezeigten Potenziale der Additiven Fertigung zu diskutieren.



Foto: IKV/Fröls
 

Hintergrund:
Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen ist europaweit das führende Forschungs- und Ausbildungsinstitut auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Mehr als 300 Mitarbeiter beantworten hier Fragestellungen rund um die Verarbeitung, Werkstofftechnik und Bauteilauslegung von Kunststoffen und Kautschuken. Die enge Verbindung mit Industrie und Wissenschaft sowie die exzellente Ausstattung des IKV ermöglichen den Studierenden eine praxisnahe und umfassende Ausbildung. Die Aachener Kunststoffingenieure sind deshalb begehrte Spezialisten in der Industrie. Etwa 50 Prozent der deutschen Kunststoffingenieure mit Universitätsabschluss wurden am IKV ausgebildet. Das IKV gliedert sich organisatorisch in die Fachabteilungen Spritzgießen, Extrusion und Kautschuktechnologie, Formteilauslegung und Werkstofftechnik sowie Faserverstärkte Kunststoffe und Polyurethane. Ferner gehören zum Institut das Zentrum für Kunststoffanalyse und -prüfung und die Abteilung Aus- und Weiterbildung. Träger ist eine gemeinnützige Fördervereinigung, der heute rund 300 Unternehmen aus der Kunststoffbranche weltweit angehören. Leiter des Instituts und Geschäftsführer der Fördervereinigung ist Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann. Er ist gleichzeitig Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen.


Kontakt:
Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV)
in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen
www.ikv-aachen.de/fachtagung-additive-fertigung

 




Fakuma
© kunststoffFORUM 1998 - 2019