K -News vom 31.10.2008

Perfekt gelaufen!


Im Vorfeld zur 19. Fakuma waren Bedenken in der Branche laut geworden, die Finanzkrise könnte sich vielleicht negativ auf die „Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung“ in Friedrichshafen auswirken. Davon war allerdings nach Meinung der Verantwortlichen bei Arburg und auch allgemein nur wenig zu spüren. Sowohl die Besucherzahlen als auch die allgemeine Stimmung ließen keine Zweifel darüber aufkommen, dass die Kunststoffbranche sich nicht von Rezessionsängsten und problematischen Entwicklungen auf den internationalen Kapitalmärkten anstecken lassen wollte. So sahen es auch die Arburg-Geschäftsführer Helmut Heinson (Vertrieb) und Herbert Kraibühler (Technik) in ersten Stellungnahmen zum Messeverlauf.

Die einmal mehr beeindruckenden Eckdaten der Fakuma lauten wie folgt: 1.705 Aussteller aus 35 Ländern, zwölf komplett belegte Messehallen mit über 81.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und 41.856 Fachbesucher, gut 20 Prozent davon aus dem Ausland. Für Arburg, den flächenmäßig größten Aussteller auf der Fakuma, war, ist und bleibt die Messe eine der wichtigsten Veranstaltungen dieser Art weltweit. Mit den diesjährigen Schwerpunkten Energieeffizienz, Robot-Systeme, hoch automatisierte Projekte sowie technologisch anspruchsvollen Anwendungen hatte das Unternehmen auch in diesem Jahr das Interesse des Fachpublikums wieder punktgenau getroffen.


Geschäftsführer Vertrieb Helmut Heinson: Absolut keine Krisenstimmung


Helmut Heinson, Geschäftsführer Vertrieb bei Arburg, konnte in einer ersten Stellungnahme zum Verlauf der Fakuma absolut keine Krisenstimmung bei den Messebesuchern orten: „In unseren Gesprächen auf unserem Messestand konnten wir deutlich weniger Beeinflussung durch Finanzkrise oder drohende Rezession ausmachen, als wir selbst dies vor Messebeginn noch vermutet hatten. Von Panik war keine Rede, die Kunden sind weiter positiv eingestellt, agieren allerdings tendenziell vorsichtiger. Die Grundstimmung ist aber weit entfernt von negativen Einflüssen, insofern war die Fakuma sicher ein wichtiger Gradmesser.

In der Retrospektive können wir mit dem Messeverlauf sehr zufrieden sein, zumal unsere Erwartungen im Vorfeld eher vorsichtig waren. Das Feedback der Fachbesucher hat uns erneut bestätigt, dass wir mit unserem kunden- und anwendungstechnisch perfekt abgestimmten Produktprogramm optimal aufgestellt sind. Auf der Fakuma haben wir mit dem IML, dem Mikro-Spritzgießen, aber auch mit dem Allrounder Golden Edition in Kombination mit dem Multilift V Select sowie dem Produktionsleitstand rund um unser Leitrechner-System ALS vor allem unser anwendungstechnisches Know-how unter Beweis gestellt. Das ist uns auch laut Aussage der Messebesucher exzellent gelungen.“


Geschäftsführer Technik Herbert Kraibühler: Thema „Projekte“ und „Energieeffizienz“ als Technik-Highlights

„Von der technischen Seite her gesehen“, resümierte Geschäftsführer Technik, Herbert Kraibühler, die Schwerpunkte der Messe, „waren wir mit dem Thema Energieeffizienz und der Präsentation unserer Projektanlagen und flexibel arbeitenden Robot-Systemen genau auf dem richtigen Weg.

Großes Interesse fand vor allem die Fertigungszelle mit dem Sechs-Achs-Robot und der an unsere Selogica-Maschinensteuerung angepassten Bedienoberfläche. Das die Implementierung unserer Steuerungslogik auf den Robot und die spezielle Anbindung über Datenschnittstelle erlauben beispielsweise ein sehr viel einfacheres Anfahren der gesamten Konfiguration. Ein wichtiges Detail, auf das die Kunden großen Wert legen, wie sich in vielen Gesprächen gezeigt hat.

Die Bandbreite der verschiedenen Projekte kam bei unseren Besuchern ebenfalls sehr gut an, wobei man auch betonen muss, dass die hoch kompetente Kundenstruktur, die man auf der Fakuma vorfindet, eine Diskussion zu den allgemein das Umfeld bewegenden Themen wie die Finanzkrise kaum notwendig macht. Technische Entscheider wie auch Firmeninhaber, die das Gros der Besucher stellen, setzen ihre Investitionsinitiativen nicht nach der tagesaktuellen Situation, sondern aufgrund von langfristigeren Kriterien.
Bei unserem zweiten Messeschwerpunkt, der Energieeffizienz, sieht das schon etwas anders aus. Viele Kunden haben den Energieverbrauch von Maschinen und Anlagen mittlerweile sehr stark im Fokus. Deshalb ist das Energiesparen in der Produktion ein absolut aktuelles Thema, dem wir unsere Aktivitäten sehr breit gewidmet haben. Dazu gehört die Kennzeichnung unserer Maschinen mit dem Energieeffizienz-Label „e2“, die globale Veranstaltungsreihe „Technology on Tour“ mit Vorträgen und Informationen zum Thema „Energieeinsparung im Spritzgießprozess sowie die erstmalige Vergabe unseres Energieeffizienz-Awards.

Wobei ich gleich darauf hinweisen möchte, dass die Schwerpunktsetzung im Bereich Energieeffizienz nicht mit einer Umstrukturierung unseres Maschinenprogramms einhergeht. Wir sind davon überzeugt, dass hydraulisch und elektrisch angetriebene Maschinen zwei gleichberechtigte Zweige in unserer Entwicklungsarbeit bleiben werden und man in beiden Bereichen energieeffiziente Prozesse zielgerichtet umsetzen kann.

In diesem Zusammenhang haben wir auch eine umfassende Beratung im Angebot und auf der Fakuma viele solcher Gespräche geführt. Dabei ging es in erster Linie um die Einsparpotenziale an den Maschinen selbst, danach aber auch um die Betrachtung der Produktionsprozesse, der gesamten Fertigungsstrukturen und nicht zuletzt um die Energieeffizienz des gesamten Unternehmens. Es gilt dabei, die vielfältigen konstruktiven Details in Zusammenhang zu bringen und ganzheitlich zu betrachten, um wirklich alle relevanten Einsparpotenziale auch nutzen zu können.

Wir stellen die Bedeutung dieses Sektors aber nicht nur aus unserer Sicht dar, sondern beteiligen uns auch an übergeordneten Initiativen zur Energieoptimierung wie etwa der des VDMA in Richtung eines einheitlichen Energiepasses bzw. eines übergeordneten einheitlichen Labelings. Geplant ist in jedem Fall, an den vielfältigen Facetten dieser Thematik weiter federführend zu arbeiten und auch die Vergabe unseres Energieeffizienz-Awards in den kommenden Jahren weiter fortzuführen.“



An dem Exponat Allrounder 420 C Golden Edition wurde sowohl die neue Kombination mit dem
Robot-System Multilift V Select vorgestellt, als auch dessen einfache Programmierung mit der
Teach-in-Funktion.



Die Hochleistungsmaschinen und die komplexen Fertigungszellen von Arburg begeisterten die
Fachbesucher der Fakuma.



Der Arburg-Stand war an allen Messetagen sehr gut besucht.



Die technologisch anspruchsvollen Anwendungen wurden von den Experten genau unter die Lupe
genommen: zum Beispiel die Fertigung eines Zweikomponenten-Spritzteils aus PA und LSR mit
einer Fertigungszelle rund um einen energieeffizienten, elektrischen Allrounder 470 A.



Kleines Spritzteil, große Aufmerksamkeit: die Herstellung eines 0,001 Gramm Mikrozahnrads auf
einem Allrounder 170 S mit 12-Millimeter-Schnecke, inklusive Entnahme und nach Kavitäten
sortierter Ablage.



Ein Highlight auf dem Arburg-Stand war die Fertigungszelle mit einem Sechs-Achs-Roboter, auf
dessen Steuerung die Selogica-Bedienoberfläche implementiert wurde.



Hintergrund:
Der deutsche Maschinenbauer Arburg gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Spritzgießmaschinen für die Kunststoffverarbeitung mit Schließkräften zwischen 125 kN und 5.000 kN. Einsatzgebiete sind beispielsweise die Produktion von Kunststoffteilen für Automobile, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik, Medizintechnik, Haushaltsgeräte und Verpackungen. Vervollständigt wird das Produktprogramm durch Robot-Systeme, komplexe Projekte und weitere Peripherie. Im Rahmen eines integrierten Managementsystems ist Arburg nach DIN EN ISO 9001 und 14001 zertifiziert. Arburg ist mit eigenen Organisationen in 23 Ländern an 31 Standorten und über Handelspartner in mehr als 50 Ländern vertreten. Produziert wird jedoch ausschließlich im Stammwerk in Loßburg (Deutschland) – mit dem Qualitätssiegel „made by Arburg – made in Germany“. Von den insgesamt über 2.000 Arburg-Mitarbeitern sind rund 1.700 in Deutschland beschäftigt, weitere rund 330 in den weltweiten Arburg-Organisationen.


Kontakt: www.arburg.com

 




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