Seit nunmehr 10 Jahren ermittelt und prämiert „Top Job“ herausragende Personalarbeit im deutschen Mittelstand. Die Deutsche Technoplast und Nabaltec haben im Jubiläumsjahr den Sprung in die Riege dieser ausgezeichneten Arbeitgeber geschafft und bekommen von Mentor Wolfgang Clement im Landschaftspark Duisburg-Nord das Gütesiegel „Top Job“.
Da die Deutsche Technoplast GmbH in Wörth an der Donau international ausgerichtet ist, wird hier auf Englischkenntnisse viel Wert gelegt. Allen Mitarbeitern stehen jederzeit interne Sprachkurse offen. Wer möchte, kann auch am Mitarbeiteraustausch mit der Schwesterfirma in Malaysia teilnehmen. Darüber hinaus fördert die Geschäftsführung das Selbstmanagement intensiv. Eine Kooperation mit einem externen Dienstleister für Selbstorganisation und Zeitmanagement ermöglicht es schon den Auszubildenden, an entsprechenden Seminaren teilzunehmen.
Mitarbeiter können sich in Zeiten besonderer familiärer Beanspruchung über den gesetzlichen Anspruch hinaus bezahlt freistellen lassen. Im Arbeitsalltag wird, beispielsweise bei der Planung von Besprechungsterminen, besondere Rücksicht auf die Bedürfnisse von Eltern genommen. Lassen es die Aufgaben zu, wird auch die Arbeit am Heimarbeitsplatz ermöglicht. „Mir gefällt die Entscheidungsfreiheit hier. Man ist gefordert, lernt laufend Neues dazu, und die Firmenleitung hat immer ein offenes Ohr. Das Betriebsklima ist einfach spitze und zwar über alle Generationen hinweg“, äußert sich Marion Raith, Diplom-Ingenieurin bei der Deutschen Technoplast.
Bei der Nabaltec AG in Schwandorf denkt man auch in schwierigen Zeiten langfristig, was bedeutet: Die Verantwortlichen denken in erster Linie an die Mitarbeiter. In den vergangenen 17 Jahren hat das Unternehmen keine einzige betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen. Wie das geht? Die Belegschaft hält gerade in Krisenzeiten zusammen und verzichtet dann sogar auf Teile des Gehalts. Das half dem weltweit aktiven Experten für Spezialchemikalien und Brandschutzprodukte durch die Rezession: „Wir sind davon überzeugt, dass die Mitarbeiter dann vollen Einsatz zeigen, wenn sie sich ihres Arbeitsplatzes sicher sind“, erklärt Personalleiter Paul Altmann. Wer beispielsweise 2009 auf Teile seines Gehalts verzichtet hat, dem wurden zum Wirtschaftsaufschwung im vergangenen Jahr Teile davon in Form einer Sonderzahlung erstattet. Das schaffe Vertrauen, sagt Altmann.
Wichtige Voraussetzung dafür ist die gute Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand und dem Betriebsrat. Die hat unter anderem dazu geführt, dass im Unternehmen bisher mehr als 50 verschiedene Arbeitszeitmodelle für die 404 Mitarbeiter eingerichtet wurden. Eltern können so ihre Arbeitszeiten den familiären Erfordernissen anpassen. „Wir arbeiten gerne bei Nabaltec, weil es ein familienfreundliches Unternehmen ist und wir durch flexible Arbeitszeit Beruf und Familie sehr gut vereinbaren können“, sagen die Mitarbeiter/-innen der Personalabteilung dazu einstimmig.
Prof. Dr. Heike Bruch und ihr Team vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen untersuchten das Personalmanagement aller am Wettbewerb beteiligten Unternehmen. Sie analysierten alle wichtigen Personalinstrumente und führten eine Mitarbeiterbefragung durch. Die 94 besten Firmen tragen das Gütesiegel „Top Job“ nun für ein Jahr.
Im Schnitt arbeiten 359 Mitarbeiter bei den besten Arbeitgebern im Mittelstand. Fast jede dritte der „Top Job“-Firmen 2012 ist ein Familienunternehmen. Die Tatsache, dass darunter 14 Weltmarktführer und 21 nationale Marktführer sind, beweist, dass gute Arbeitgeber auch wirtschaftlich erfolgreich sind. Mehr als die Hälfte der Firmen zahlt ihren Mitarbeitern folgerichtig eine übertarifliche Entlohnung.
Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Preisträgern und zum Projekt „Top Job“ gibt es unter www.topjob.de.
Der Mentor - Mentor des Projekts ist Bundeswirtschaftsminister a.D. Wolfgang Clement.
Die wissenschaftliche Leitung - Seit 2005 ist Dr. Heike Bruch der wissenschaftliche Kopf von „Top Job“. Sie ist Professorin und Direktorin am Institut für Führung und Personalmanagement an der Universität St. Gallen.
Der Organisator: compamedia GmbH, Mentor der besten Mittelständler - Die compamedia GmbH, 1993 gegründet, organisiert Benchmarkingprojekte für den Mittelstand. Vom Standort in Überlingen (Bodensee) aus arbeiten die 20 Mitarbeiter daran, mit den bundesweiten Unternehmensvergleichen „Top Job“, „Top 100“, „Top Consultant“ und „Ethics in Business“ Unternehmen zu prämieren und zu begleiten, die auf den Gebieten Personalmanagement, Innovation, Beratung und gesellschaftliche Unternehmensverantwortung Hervorragendes leisten. 2010 erzielte die Firma einen Umsatz von 2,1 Mio. €.
Die Kooperationspartner - Partner sind: HRM.de, die Messe PERSONAL, die SchmidtColleg GmbH & Co. KG und die „Zukunft Personal“. Medienpartner ist die Süddeutsche Zeitung.

Urkundenübergabe an den "Arbeitgeber des Jahres" in der Größenklasse A (bis 100 Mitarbeiter):
innocate solutions gmbh - Moderatorin Judith Rakers, die compamedia-Geschäftsführer Joachim
Schuble und Silke Masurat, innocate-Geschäftsführer Ralf Granderath und innocate-Prokurist Markus
Ufer, Prof. Dr. Heike Bruch von der Universität St. Gallen und "Top Job"-Mentor Wolfgang Clement (v.l.n.r.)
Kontakt:
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