Im industriellen Einsatz sind Elastomerfolien und gummierte Gewebe unverzichtbare Halbzeuge zur Lösung individueller technischer Probleme, aber die Herausforderung liegt zumeist in der Erfüllung der anwendungstechnischen Rahmenbedingungen und der richtigen Kombination der Werkstoffe und Träger.
Bei der Auswahl der möglichen Werkstoffe kann bei Tec-Joint heutzutage fast auf das gesamte Spektrum der synthetischen Elastomere zurückgegriffen werden. Entsprechend der Einsatzbedingungen können dies KTW/FDA-freigegebene EPDM-Mischungen, NBR-Folien, die den Fahrzeugnormen großer PKW-Hersteller entsprechen oder auch Silikon mit seiner sehr guten Temperaturbeständigkeit sein.
In vielen Fällen sind aber die von der Industrie geforderten Dickentoleranzen eine Hürde die es zu meistern gilt. Die meisten Halbzeuge werden in Standarddicken angeboten. Benötigt der Kunde aber engere Dickentoleranzen, können die Halbzeuge entweder durch Spalten oder Schleifen hergestellt werden. Eine weitere Alternative wäre die Produktion eines Profils als Basis der Weiterverarbeitung. All dies führt aber zu Fertigungsmehrkosten, die oft nicht in Relation zum Gesamtprodukt stehen. Hier bietet sich die Produktion als Elastomerfolie an. Ab 0,3 mm bis zu 2 mm Dicke können Toleranzen von +- 0,1 mm eingehalten werden. Die 1.200 mm breiten Bahnen können dann für die Weiterverarbeitung optimiert auf die entsprechend sinnvolle Breite zugeschnitten werden. Die mögliche Produktionslänge von bis zu 500 m unterstützt eine rationelle Produktion von Dichtungen.
Einsatzbereiche solcher Folien, isolierend, leitend, sind zum Beispiel die Elektro-, Elektronikindustrie oder die Armaturenindustrie, die Folien zum Ausgleich in Druckbehältern einsetzt.
Technisch anspruchsvoller und vielseitiger sind die gummierten Gewebe von Tec-Joint. Dabei werden Elastomerfolien mit Baumwolle oder synthetischen Fasern, wie z.B. Polyamid, Polyester, Glasgewebe, Aramid, PEEK oder z.B. Teflonbeschichtungen verbunden.
Die Kombinationsmöglichkeit des Herstellers von derzeit 85 Mischungen mit ca. 23 Trägermaterialien zeigt die Vielfalt des Systems. Das Spektrum reicht von Dehnfugen- zu Korrosionsschutzbändern, über Isolierungen in der Elektronik, gummierten Geweben für den Kompensatorenbau, Isolationsgeweben im Hochtemperaturbereich, Transportbändern der Lebensmittelindustrie und z.B. Spezialbälgen.
Ein gängiges Produkt von Tec-Joint ist ein Quellband, das im Kontakt mit Wasser bis zu 150% quillt und wieder schrumpft. Das Band oder daraus gefertigte Dichtungen schützen z.B. Schaltschränke vor ungewünschtem Wassereintritt.
Mit Hilfe von Vulkanisationspressen lassen sich die gummierten Gewebe mit Metallen verbinden und somit Lösungskomponenten erarbeiten. Innovativ, da der kostenaufwändige Vulkanisationsvorgang entfällt, ist die Verbindung von gummierten Geweben oder Metallen mit dem Strong-Bond von Tec-Joint. In Bruchteilen der sonst notwendigen Zeit werden die Materialien durch Wärmezufuhr dauerhaft und zuverlässig miteinander verbunden. Selbst Gipsmatten lassen sich so mit gummierten Geweben verbinden. Förderbänder können mit diesem Band vor Ort repariert werden. Die hohe Dehnfähigkeit solcher Verbindungen ermöglicht technische Innovationen.
Im industriellen Einsatzbereich wurden keine Standards entwickelt. Vielmehr liegt die Chance in der individuellen Kombination der Werkstoffe und der Entwicklung kundenspezifischer Lösungen. Hierfür bietet Tec-Joint eine eingehende anwendungstechnische Beratung an.
Hintergrund:
Die Tec-Joint AG in Altdorf/Schweiz, ein Tochterunternehmen des international aktiven Schoop Konzerns, ist u.a. auf die Produktion und Weiterverarbeitung von Gummifolien und gummierte Gewebe spezialisiert und beschäftigt derzeit 17 Mitarbeiter. Bisher sehr stark auf Baubranche spezialisiert, erweitert das Unternehmen derzeit seine Marktaktivitäten auf den Industriebereich und errichtet hierfür ein Stützpunktpartnersystem.
Kontakt:
Tec-Joint AG
Industriezone Schächenwald
CH-6460 Altdorf www.tec-joint.ch