K -News vom 08.08.2016

Das IKV auf der K 2016


Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen ist auf der K 2016 in Düsseldorf, vom 19. bis 26. Oktober 2016, wieder mit einem eigenen Stand in Halle 14/C16 vertreten. Seit den Anfängen der K Messe in den 1950er Jahren präsentiert das IKV ausgesuchte Forschungsthemen auf dieser internationalen Plattform. Zur K 2016 greift das IKV die Leitthemen der Messe, die additive Fertigung und die integrative Produktionstechnik in Form eines Cyber Physical Production Systems (CPPS) für die Kunststoffverarbeitung auf.

Das IKV betrachtet die additive Fertigung in seinen Forschungsprojekten werkstoffübergreifend. Zum einen wird in grundlegenden Analysen der Einfluss des Verarbeitungsprozesses auf die Eigenschaften von Kunststofferzeugnissen untersucht. Zum anderen wird die Einsetzbarkeit von additiv hergestellten Werkzeugelementen aus Metallen in den unterschiedlichen Kunststoffverarbeitungsverfahren betrachtet. Neben der praktischen Analyse unterschiedlicher additiver Fertigungsverfahren steht vor allem die physikalisch motivierte numerische Modellierung im Fokus. Dieser ganzheitliche Forschungsansatz des IKV zielt darauf, ein grundlegendes Prozessverständnis zu erarbeiten.

In Ergänzung zu bereits etablierten Verfahren, wie dem Arburg Kunststoff Freiformen (AKF) und dem Fused Deposition Modeling (FDM) der German RepRap GmbH, baut das IKV über eigene Anlagenentwicklungen Kompetenzen auf und hebt vorhandene Restriktionen durch anlagentechnische Verknüpfungen auf. Ziel ist die hybride Fertigung zur automatisierten Kombination unterschiedlicher Fertigungsverfahren. In einer Fertigungszelle werden neben der automatisierten Feinbearbeitung von additiv gefertigten Bauteilen Einlegeoperationen und die Integration weiterer Fertigungsschritte präsentiert.

Zum Thema Industrie 4.0 adressiert das IKV in Zusammenarbeit mit einem starken Industriekonsortium die anwendungsspezifische Fertigung von funktionsintegrierten Leichtbauteilen. Auf dem IKV-Stand wird hierzu eine vollautomatisierte Fertigungszelle auf Basis einer Spritzgießmaschine im laufenden Prozess vorgestellt. Über eine ergonomische Interaktion mit dem Besucher wird die Variantenvielfalt des Prozesses ermöglicht und demonstriert. 



Druckkopf der Anlage X1000 der German RepRap im IKV-Technikum für additive Fertigung - Foto: IKV/Fröls


Hintergrund:
Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen ist europaweit das führende Forschungs- und Ausbildungsinstitut auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Mehr als 300 Mitarbeiter beantworten hier Fragestellungen rund um die Verarbeitung, Werkstofftechnik und Bauteilauslegung von Kunststoffen und Kautschuken. Die enge Verbindung mit Industrie und Wissenschaft sowie die exzellente Ausstattung des IKV ermöglichen den Studierenden eine praxisnahe und umfassende Ausbildung. Die Aachener Kunststoffingenieure sind deshalb begehrte Spezialisten in der Industrie. Etwa 50 Prozent der deutschen Kunststoffingenieure mit Universitätsabschluss wurden am IKV ausgebildet. Das IKV gliedert sich organisatorisch in die Fachabteilungen Extrusion und Kautschuktechnologie, Faserverstärkte Kunststoffe und Polyurethane, Formteilauslegung und Werkstofftechnik sowie Spritzgießen. Ferner gehören zum Institut das Zentrum für Kunststoffanalyse und -prüfung und die Abteilung Aus- und Weiterbildung. Träger ist eine gemeinnützige Fördervereinigung, der heute rund 250 Unternehmen aus der Kunststoffbranche weltweit angehören. Leiter des Instituts und Geschäftsführer der Fördervereinigung ist Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann. Er ist gleichzeitig Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen.


Kontakt: www.ikv-aachen.de

 




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