K -News vom 16.02.2015

Premiere: Reduzierter Öffnungshub bei IML-Anwendungen dank patentierter Lösung von Beck Automation auf der NPE 2015


IML ist in Nordamerika angekommen. IML, seit über 25 Jahren in Europa eingeführt, gewinnt in Nordamerika aktuell stark an Bedeutung. Grund genug für Beck Automation diesen Trend aufzugreifen. Beck Automation präsentiert auf dem Stand der KraussMaffei Group (West Building, Stand 903 W) zur NPE 2015 in Orlando (USA) das hochdynamische IML-System B4. Die Turnkey-Fertigungszelle besteht aus einer vollelektrischen Spritzgiessmaschine Netstal ELION 3200-2900 und einer 4-Kavitäten-Spritzgiessform von Glaroform. Objekt ist ein Stadium Cup (44oz Trinkbecher mit einer Wandstärke von 0.86mm), der in den USA in Football-, Baseball- oder Soccer-Stadien häufig anzutreffen ist. Das Referenzprodukt stammt von der Churchill Container Company (Shawnee, Kansas (USA)). Der Clou der IML-Automation ist ein von Beck zum Patent angemeldetes Konzept um mit einem reduzierten Öffnungshub auf der Spritzgiessmaschine arbeiten zu können.

Das  IML-System B4 von Beck Automation gilt als Referenz in Bezug auf Ausbringungsmenge, Geschwindigkeit, Footprint, Verfügbarkeit und Prozesssicherheit. „Performance ist in der IML-Automation das Zauberwort. Kernpunkte sind Investitionskosten in Relation zu den Lebenszykluskosten. Dabei spielen Ausbringungsmengen bzw. reduzierte Ausschussquoten, lange Nutzintervalle und Lebenszykluszeiten ein große Rolle für einen möglichst wirtschaftlichen Betrieb der IML-Anlage. Die IML-Anlage B4 bietet mit dem neuen, zum Patent angemeldeten „Reihen-Konzept“ mit geringerem Öffnungshub auf der Spritzgiessmaschine einen entscheidenden wirtschaftlichen Vorsprung. Besonders, wenn Etagenwerkzeuge zum Einsatz kommen“, erläutert Nick Lewis, Vertriebs-Partner von Beck in Nordamerika. Typisch Swiss made: Erfahrung und Know-how bilden die Grundlage für ein IML-System mit einer extremen Verfügbarkeit: Das IML-System B4 zeichnet sich durch eine sehr solide Bauweise in Verbindung mit der Verwendung von hochwertigen Führungselementen, sowie leistungsstarker und hochdynamischer Antriebe aus, die Beck Automation perfekt aufeinander abstimmt. „Das IML-System B4 ist sehr laufruhig und erlaubt "stressfreie" Bewegungen. Dank des Konstruktionsprinzips, sowie den vielfältigen Tests vor der Auslieferung können wir die Installationszeit beim Kunden sehr kurz halten und sind in wenigen Tagen mit der Anlage in Produktion. Wir sprechen nicht nur von „just-in-time“, wir meinen auch genau das.“
 
 
IML gewinnt in Nordamerika an Bedeutung

IML zählt zu den aufstrebenden Dekorationstrends bei den Verpackungen in Nordamerika. IML, seit über 25 Jahren in Europa eingeführt, gewinnt in Nordamerika aktuell stark an Bedeutung, denn IML bietet einen optisch ansprechenden „Look“ für zahlreiche Food-Anwendungen, wie Trinkbecher oder Lebensmittel-Container. Nick Lewis: „IML ist Attraktivität pur. Es begeistert die Verpackungsszene bei uns. Für eine Food-Anwendung ist der gezeigte Stadium Cup eine sehr typische Anwendung. Aufgrund der hohen Stückzahlen in den USA ist die gezeigte 4-fach-Anlage mit Blick auf die Zuverlässigkeit und Ausbringungsmenge sehr interessant für ganz Nordamerika.“ Anwenderfreundlich ist die B4-IML-Anlage auch beim Produktwechsel: Die Anlage zeigt sich sehr flexibel und schnell in der Umrüstung für Trinkbecher der Dimensionen 12oz, 32oz und 44oz.
 
 
Hohe konstante Ausbringungsmenge

Wie immer bei Beck Automation handelt es sich bei dieser B4-IML-Anlage um eine Hochgeschwindigkeitsanwendung (Gesamtzyklus: ca. 7.5 Sekunden, Eingriffzeit: 1,8 Sekunden). Nach Angaben von Beck Automation liegt die Ausbringungsmenge bei 32 Bechern pro Minute, also 1.920 Becher pro Stunde. Ausgestattet mit neuester Steuerungs- und Antriebstechnik wird das B4-IML-System über Touchscreen bedient. Über den integrierten Remote-Zugang besteht die Möglichkeit, sich von ausserhalb in das System einzuwählen, um den Anwender bei Bedarf zeitnah und kostengünstig zu unterstützen. 
 
 
Premiere: Zum Patent angemeldetes „Reihen-Konzept“ für IML

Erstmals auf der NPE 2015 stellt Beck Automation ein innovatives IML-System vor, welches mit einem reduzierten Öffnungshub der Spritzgiessmaschine auskommt. Kernpunkt ist eine dynamische Umorientierung mittels Kinematik von einer 2+2-Produktanordnung zu einer Anordnung als 4er-Reihe. Die Arbeitsweise des zum Patent angemeldeten „Reihen-Prinzips“ kann wie folgt beschrieben werden: Die fertigen Becher werden 2+2-fach entnommen, während gleichzeitig die Labels auf der anderen Formseite eingelegt werden. Im Moment, in dem die IML Kerne ganz in der Form eingefahren sind, werden die fertigen Becher auf der Entnahmeseite in eine Linie oder Reihe 1x4-fach zwischen den beiden Formhälften umorientiert. Im nächsten Takt fahren die IML Kerne wieder aus dem Werkzeug heraus und die Hauptachse aus dem Formbereich zurück in das IML-System. Dieses „smarte Reihen-Prinzip“ ist bei Produkten mit einem "ungünstigen" Durchmesser-Längenverhältnis, wie dem Stadium Cup  besonders ausschlaggebend. Bei Etagenwerkzeugen, die in Nordamerika sehr verbreitet sind, wirkt sich diese Einsparung doppelt stark aus. Bei Single-Face-Werkzeugen ergibt sich ein reduzierter Öffnungshub, der sich wie folgt berechnet: Doppelte Produkthöhe plus 120 mm Bewegungsspielraum (Beispiel Stadium Cup: 2 x 216 mm + 120 mm = 552 mm). Konventionell, also ohne kinematische Umsetzung der Produkte in eine 4-fach Reihe, berechnet sich der Öffnungshub wie folgt: Dreifache Produkthöhe plus 120 mm (3 x 216mm + 120mm = 768 mm). Das bedeutet ein um 39 % reduzierter Öffnungshub der Werkzeughälften. Bei der gleichen Anwendung mit einem Etagenwerkzeug (Stack mold) spiegelt sich dieser Effekt in einer Reduktion um 39 % wider: Vierfache Produkthöhe plus 240 mm (4 x 216 mm + 240 mm = 1.104 mm), gegenüber, konventionell sechsfacher Produkthöhe plus 240 mm (6 x 216 mm + 240 mm = 1.536 mm). Die praktischen Effekte des „Reihen-Prinzips“ sind vielfältig: 
•    Erhöhte Autonomie, d. h. weniger Platzbedarf (Standfläche) in der Produktstapelung auf dem Förderband 
•    Weniger Kameras bei optionaler Visionskontrolle auf dem Hauptarm 
•    Tendenziell kann eine kleinere Spritzgiessmaschine mit geringeren kN-Werten eingesetzt werden 
•    Etagenwerkzeuge werden optimal unterstützt und es ist keine Erweiterung des Öffnungshubs notwendig 
•    Ein weiterer Vorteil ist die Zeitersparnis beim Auf- und Zufahren der Spritzgiessmaschine, was sich positiv auf den Gesamtzyklus auswirkt
 
 
Service in Nordamerika wird ausgebaut

IML-Experte Nick Lewis ist „Frontend“ von Beck Automation und Glaroform in Nordamerika. Beck Automation unterstützt bei Abklärungen, Konzeptvorschlägen, Angebotserstellungen oder Finanzierungslösungen. Für die technischen Belange, wie Aufbau, Wartung oder Prävention werden die Serviceleistungen aus der Schweiz erbracht. Alle Systeme von Beck Automation sind standardmässig mit einer Ferndiagnose ausgerüstet. In Kombination mit der 24/7-Erreichbarkeit des Servicetechnikers können sehr schnelle Reaktionszeiten garantiert werden. Für 2016 kündigt Beck eine neue Serviceorganisiation in Nordamerika an. Bestimmte Komponenten wurden ohnehin „amerikanisiert“, um schnelle Reaktionen zu ermöglichen. So stammen zum Beispiel die Servomotoren vom US-Hersteller Kollmorgen in Radford (Virginia).
 
 
„Swiss Made“-Formtechnik von Glaroform AG

Glaroform AG, Näfels (CH), zeigt eine schnelllaufende Spritzgiessform mit 4 Kavitäten für einen Stadium Cup auf einer vollelektrischen Spritzgiessmaschine Netstal ELION 3200-2900. Die Form verfügt über ein hauseigenes Heisskanalsystem mit pneumatisch betätigtem Nadelverschluss. Das Formteil wird durch IML an der Seitenwand dekoriert. Um eine sehr schnelle Zykluszeit, bei gleichzeitig reproduzierbarer Produktqualität zu garantieren, wurde gemäss Glaroform Standard ein konturnahes und hocheffizientes Kühlsystem implementiert. Die thermisch ausbalancierte Kühlung reduziert den Verzug im Teil sehr effektiv und zuverlässig. Um  die für die Glaroform AG bekannte sehr lange Einsatzdauer der Formen zu gewährleisten, sind die relevanten Komponenten mit den neuesten Oberflächenbeschichtungsverfahren versehen sowie in stabiler Bauweise hergestellt. Für herausragende Prozesssicherheit werden die Formen mit höchster Präzision und in engen Toleranzen gefertigt. Der 44 oz Stadium Cup hat eine durchschnittliche Wandstärke von 0,86 mm, bei einem Teilegewicht von ca. 52.8 g. und wird aus dem Material Vistamaxx (Polypropylen (PP)) von ExxonMobil hergestellt.
 
 
Produkt-Kommunikation durch hochwertige Etiketten

Den edlen Look der Stadium Cups steuert IML Étiquettes/IML Labels bei. Die eingesetzten Etiketten bestehen aus einer weissen 70 µ Multilayer-Polypropylen-Folie, bedruckt und formgestanzt von IML Étiquettes/IML Labels, Saint-Eustache (Quebec, Kanada). Zwar ist es auch üblich, Etiketten mit glatter Oberfläche zu labeln, aber der Orange Peel -Effekt ist wahrscheinlich das attraktivste Merkmal einer IML-Anwendung. Um diesen Effekt zu erzielen, verwendet  IML Étiquettes/IML Labels eine "Hohlraum"-BOPP-Folie. Aufgebaut wie ein Schwamm, bricht die Folie beim Spritzgiessen auf und verändert ihre Oberflächenstruktur. Es entsteht ein brillanter optischer Effekt, der den Druck hervorstechen lässt. Fotoreale Darstellungen, etwa von frischen Früchten, ziehen den Betrachter magisch an.
 
 
Pluspunkte von IML-Folien

IML Étiquettes/IML Labels ist ein in Nordamerika gut eingeführter und hoch spezialisierter Labellieferant mit hoher IML-Kompetenz. Die Expertise von IML Étiquettes/IML Labels schildert der IML-Hersteller selbst wie folgt: “We are the only printer in North America that specializes exclusively in IML (In-mould labeling).” Wichtig für IML Étiquettes/IML Labels sind die Umweltaspekte: Das IML-Verfahren wirkt sanft auf das Ökosystem ein und erfüllt höchste Umweltstandards. Seine Komponenten und Materialien, einschließlich der Farben und Lacke, sind vollständig recycelbar. Regelmäßige Überwachungen sorgen dafür, dass alle Standards eingehalten werden. IML Étiquettes/IML Labels erzielt 80 % seiner Produktion in der Lebensmittelbranche, wo ein Minimum an Restgeruch und eine „Null-Druckmedien-Migration“ gefordert wird. Die Form des Stadium Cup setzt Etiketten voraus, die einerseits mit höchster Präzision gestanzt sind und anderseits die Einhaltung der kurzen Zykluszeit durch eine gute elektrostatische Aufladung sicherstellen. Das 220Lpi-Bogenoffset-Verfahren garantiert beste Druckqualität, sowohl für vierfarbige fotografische Abbildungen, als auch für Pantone-Farben. Bei IML Étiquettes/IML Labels können IML-Etiketten mit bis zu 8 Farben, inklusive Lackbeschichtung, gedruckt werden. Die Basis-Polypropylen-Folien können weiss, opak, transparent, matt oder glänzend ausgelegt werden. Sie schützen das Verpackungsprodukt wirkungsvoll gegenüber Kälte oder Wärme, Feuchtigkeit, sowie Kratzern. Ein Team von Spezialisten unterstützt Kunden beim Design und seiner technischen Umsetzung. So steht den IML-Anwendern eine breite Palette von Möglichkeiten offen, ihrer Produkt-Kommunikation am Point-of-Sale eine optisch wertige Anmutung zu geben und „kaufentscheidungsrelevante“ Akzente zu setzen.





4-Kavitäten- Performance pur: B4-IML-Hochleistungsfertigungszelle von Beck Automation mit
dem zum Patent angemeldeten „Reihen-Prinzip“.




IML-Fertigungszelle: Vollelektrische Spritzgiessmaschine Netstal ELION 3200-2900 mit
B4-IML-Automation von Beck Automation



Das zum Patent angemeldete „Reihen-Prinzip“ in der IML Automation: Labels 2+2-fach quadratisch
eingelegt und kinematische Neuanordnungen der Produkte in einer Reihe nach der Entnahme



Stadium Cup (44 oz Trinkbecher mit einer Wandstärke von 0.86mm) von Churchill Container
(USA) - Bild: Churchill Container Company



Edler Look am Point-of-Sale: Etiketten von  IML Étiquettes/
IML Labels - Bild: IML Étiquettes/IML Labels



Swiss made-Formenbau für IML: Vier-Kavitäten-Hochleistungsform von Glaroform - Bild: Glaroform AG

 
 
 
Hintergrund:
Die Beck Automation AG aus Oberengstringen (Schweiz) zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Automationslösungen für IML-Labels (In-Mould-Labelling) in der Spritzgiesstechnik. Beck Automation konzentriert sich konsequent auf das Dekorieren und Etikettieren von Deckeln, Bechern, Schalen und Eimern für unterschiedliche Industrien in den Bereichen Food und Non-Food..
Orientiert an anspruchsvollen Kundenwünschen entstehen prozesssichere und wirtschaftliche Robotersysteme, die weltweit zum Einsatz kommen. Die konsequente Fokussierung auf den Anwendungsbereich IML garantiert Anwendern den besten Stand der Technik in puncto Qualität, Wirtschaftlichkeit, Effektivität und Langlebigkeit. 
Aufbau und Pflege langfristiger Beziehungen zu den Marktpartnern durch eine zukunftsorientierte, berechenbare Firmenpolitik bestimmen das Handeln der zweiten und dritten Familiengeneration. Diese Strategie sichert die Arbeitsplätze engagierter und erfahrener Mitarbeiter. Die Bewahrung traditioneller Strukturen, ein bewährtes Netzwerk von Partnern und weitsichtige Anpassung an Veränderungen bilden, im Interesse von Partnern, Kunden und Mitarbeitern, die Grundlage für eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Inspiration des Unternehmens.
Beck Automation besteht als Unternehmen seit 1934 und feierte im Jahr 2014 sein 80-jähriges Jubiläum.
Über 500 Referenzanlagen unterstreichen die globale Bedeutung des Unternehmens. Vom Schweizer Stammsitz werden rund 45-50 Systemanlagen pro Jahr ausgeliefert. Das Unternehmen Beck Automation erzielte im Jahr 2014 mit 45 Mitarbeitern einen Umsatz von 13 Mio. SFr. (CHF). 


Kontakt:
Beck Automation AG
Neugutstrasse 19
CH - 8102 Oberengstringen
Schweiz |  Switzerland | Suisse
www.beck-automation.com
 
Beck Automation auf der NPE 2015 (Orlando, USA) 23.-27.03.2015: West Hall Level 2, Stand W903

 




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