K -News vom 10.03.2010

Paletten auch bei Regen rutschfest


Ackermann hat mit seinem neuen Baustoffanhänger nicht nur ein Leichtgewicht mit unter drei statt marktüblich über vier Tonnen Leergewicht auf die Räder gestellt. Auch dessen Ladungssicherung darf als exzellent gelten, wie das  Technologie-Zentrum TUL-LOG ermittelt hat.

Die Experten aus Dresden untersuchten den neuartigen Ladeboden, den Ackermann aus Verbundwerkstoff mit Antirutschbeschichtung in einem Stück herstellt - eine Besonderheit in der Transportbranche. Ermittelt wurde die Reibung unterschiedlicher Ladungen. "Wir wollten wissen, wie sicher Paletten, Gitterboxen und Betonbauteile auf trockener wie nasser Ladefläche stehen", teilte Ackermann-Geschäftsführer Thomas Maasberg mit.

Hintergrund: Das korrekte Sichern von Baustoffen und Schwergut auf offenen Fahrzeugen macht vielen Transporteuren große Probleme, wie die Prüfprotokolle der Polizei offenbaren. Welche Zurrmittel wann, wie und wo anzuwenden sind, ist dabei nicht isoliert zu betrachten. Denn einen großen Anteil an der Ladungssicherheit hat der Boden: Sein Gleitreibbeiwert sagt aus, wie hoch der Widerstand gegen das Verrutschen der Ladung ist. Die als Standard im Fahrzeugbau verwendeten Holzplattenböden weisen einen Gleitreibbeiwert von etwa 0,25 µ bei einer Europalette auf trockener, besenreiner Ladefläche auf. Der neuartige Verbundboden von Ackermannn hingegen erreicht mit bis zu 0,68 µ das Zweieinhalbfache an Widerstand.  Bei anderen Ladegütern wurden ähnlich hohe Gleitreibbeiwerte gemessen.

Vielleicht noch wichtiger sind die Ergebnisse bei feuchter Witterung. Was viele Transporteure falsch einschätzen: Bei Nässe bricht die Reibungshaftung regelrecht zusammen, der Gleitreibbeiwert bei vielen Materialien verringert sich auf weniger als die Hälfte. Entsprechend umfangreicher muss die Ladung gesichert werden. Nicht so beim Verbundboden, der mit gemessenen 0,66 µ kaum Reibung einbüßt. "Auf diesem Boden steht die Ladung bei fast jedem Wetter sicher", bilanziert Maasberg. Transporteure müssten also selbst bei Regen keine besondere Vorkehrungen treffen, von der üblichen Verzurrung abgesehen.

So sei insbesondere die Verwendung von Antirutschmatten nicht nötig. Ein einfaches Niederzurren reiche beim "Baustoffler" aus, um Ladung auf Europaletten oder Einweg-Holzpaletten vorschriftsmäßig zu sichern. Das fällt bei diesem Fahrzeug übrigens leicht, denn durch die längs im Ladeboden eingelassene Schwerlast-Ankerschiene und die zahlreichen Ankerpunkte mit je zwei Tonnen Lastgrenze bieten sich unzählige Sicherungsoptionen auch für Teilladungen. Antirutschmatten werden von den Unfallexperten auch der Berufsgenossenschaften ohnehin kritisch betrachtet: In der Praxis hat mancher Verlader arge Probleme, die Matten unter den Paletten zu positionieren, was bisweilen zu gefährlichen Unfällen führt. Weitere Informationen über den neuen Ladeboden hat Ackermann in einem Internet-Spezial unter www.ackermann-trailers.com/baustoffler veröffentlicht.



"Laden leicht gemacht: Vorschriftsmäßig gesicherte Ladung auf dem neuen
Baustoffanhänger von Ackermann, der auch bei Regen keine zusätzlichen
Sicherungshilfen wie Antirutschmatten erfordert. Gut im Bild zu erkennen ist
die neue Ankerschiene in der Fahrzeugmitte" - Foto: Ackermann



Kontakt:
Ackermann Fahrzeugbau Oschersleben GmbH
Ackermannstraße 1-5
D-39387 Oschersleben
www.af-oc.de

TUL-LOG GmbH
Technologie-Zentrum Dresden
Gostritzer Straße 61 - 63
D-01217 Dresden
www.tul-log-dresden.de

 


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