K -News vom 17.10.2017

29. Internationales Kolloquium Kunststofftechnik


Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen lädt zum 29. Internationalen Kolloquium Kunststofftechnik nach Aachen ein. Zu dem zweijährlich stattfindenden Event erwartet das IKV am 28. Februar und 1. März 2018 wieder rund 800 Fachleute aus der Kunststoffbranche weltweit. In 2016 kamen die Teilnehmer aus mehr als 300 Unternehmen und 15 Nationen. Alle Vorträge werden simultan ins Englische übersetzt.

Die Forschung des IKV orientiert sich an den vier Leitthemen Additive Fertigung, Kunststoffindustrie 4.0, Leichtbau und Integrative Kunststofftechnik. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IKV referieren in 36 Vorträgen über die aktuelle Forschung am IKV zu diesen Themen. Namhafte Experten aus der Industrie leiten mit Keynotevorträgen in die 18 Sessions ein und nehmen eine Positionierung der Forschungsergebnisse vor. Fünf Plenarvorträge aus Industrie und Forschung zu Trends und zukunftsweisenden Entwicklungen komplettieren das Programm.

Die Industrieausstellung im Foyer des Eurogress Aachen ist ein fester Bestandteil des IKV-Kolloquiums. Sie bietet Ausstellern die Möglichkeit, Lösungen für die Kunststoffbranche zu präsentieren und mit Industriepartnern ins Gespräch zu kommen. Das IKV erwartet  Aussteller entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Rohstoffhersteller, Maschinenhersteller, Verarbeiter, Anbieter von Peripheriegeräten und Dienstleistungsanbieter. 

Unter dem Programmpunkt „IKV 360°“ öffnet das IKV am Nachmittag des ersten Veranstaltungstages seine Pforten für die Teilnehmer des Kolloquiums und präsentiert seine Forschung live in den IKV-Technika und -Laboren. Die Wissenschaftler stehen an den laufenden Anlagen für Gespräche zur Verfügung. Die Vorträge am zweiten Kolloquiumstag sind darauf ausgerichtet, die praktischen Eindrücke der Vorführungen zu vertiefen.

„Nachwuchs, Netzwerk, Innovationen“ ist das Leitmotiv des IKV-Kolloquiums. Junge  Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler präsentieren ihre innovativen Themen. Die Präsentation von Forschung und Innovation auf dem gesamten Gebiet der kunststoffverarbeitenden Technologien hebt das IKV-Kolloquium von anderen Veranstaltungsformaten ab. Die Keynote- und Plenarvorträge von namhaften Referenten bereichern das Programm durch ihren Praxisbezug und die Nähe zur industriellen Anwendung. Gespräche zwischen Teilnehmern, Referenten, Ausstellern und den IKV-Mitarbeitern stärken das eigene Netzwerk.

Ein weiterer Programmpunkt ist die Verleihung des Georg-Menges-Preises, gestiftet vom VDMA, PlasticsEurope und der IKV-Fördervereinigung. Er wird 2018 zum elften Mal vergeben. Ausgezeichnet wird eine Persönlichkeit der Kunststoffbranche, die sich besonders um die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft verdient gemacht hat. 

Die 18 Sessions des 29. Internationalen Kolloquiums Kunststofftechnik:

  • Flexibilisierung der Spritzgießfertigung durch Digitalisierung 
  • Neue Ansätze zur Produktivitätssteigerung in der Folienextrusion 
  • Effiziente Verarbeitungstechnologien für Polyurethan-Leichtbau
  • Ausschussfreie FVK-Bauteilfertigung durch Inline-Prozessregelung
  • Werkstoff/Prozesswechselwirkungen bei der Additiven Fertigung
  • Extrusion und Weiterverarbeitung simulativ optimieren
  • Komplexe Leichtbauteile aus Duroplasten spritzgießen 
  • Konstruktionsmethodik für die Additive Fertigung
  • Integrative Anlagen- und Prozesstechnik in der Kautschukverarbeitung 
  • Digitalisierung der Werkzeugentwicklung beim Präzisionsspritzgießen
  • Auslegung dynamisch hochbeanspruchter Kunststoff-Fahrwerkskomponenten
  • Medieneinfluss auf Kunststoffe analysieren und modellieren
  • Kunststoff/Metall-Hybridbauteile integrativ auslegen und herstellen
  • Modellierung anisotroper Werkstoffeffekte bei der Bauteilauslegung
  • Kunststoffoberflächen funktionalisieren
  • Endlosfaserverstärkte Strukturbauteile individualisiert produzieren
  • Rigid Packaging – Ressourceneffizienz durch virtuelle Entwicklung
  • Kunststoffschweißen – Charakterisierung, Prüfung und Simulation



IKV-Kolloquium im Eurogress Aachen - Foto: IKV/Fröls


Hintergrund:
Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen ist europaweit das führende Forschungs- und Ausbildungsinstitut auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Mehr als 300 Mitarbeiter beantworten hier Fragestellungen rund um die Verarbeitung, Werkstofftechnik und Bauteilauslegung von Kunststoffen und Kautschuken. Die enge Verbindung mit Industrie und Wissenschaft sowie die exzellente Ausstattung des IKV ermöglichen den Studierenden eine praxisnahe und umfassende Ausbildung. Die Aachener Kunststoffingenieure sind deshalb begehrte Spezialisten in der Industrie. Etwa 50 Prozent der deutschen Kunststoffingenieure mit Universitätsabschluss wurden am IKV ausgebildet. Das IKV gliedert sich organisatorisch in die Fachabteilungen Extrusion und Kautschuktechnologie, Faserverstärkte Kunststoffe und Polyurethane, Formteilauslegung und Werkstofftechnik sowie Spritzgießen. Ferner gehören zum Institut das Zentrum für Kunststoffanalyse und -prüfung und die Abteilung Aus- und Weiterbildung. Träger ist eine gemeinnützige Fördervereinigung, der heute rund 290 Unternehmen aus der Kunststoffbranche weltweit angehören. Leiter des Instituts und Geschäftsführer der Fördervereinigung ist Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann. Er ist gleichzeitig Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen.


Kontakt:
Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV)
in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen
www.ikv-kolloquium.de
www.ikv-aachen.de

 




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