NBR (Acrylnitril-Butadienkautschuk) verkleben/vulkanisieren

NBR (Acrylnitril-Butadienkautschuk) verkleben/vulkanisieren

Beitragvon Neurosis » 04.08.2009, 10:00

Hallo,

kann mir evtl. jemand weiterhelfen mit Informationen zu dem Verkleben bzw. im Gegenzug Vulkanisieren von NBR?
Es geht um die Herstellung von NBR Dichtungen, welche bisher immer geklebt wurden (Cyanacrylat) und bei 100Dichtungen vielleicht 3-4Dichtungen an der Klebnaht nicht hielten.
Nun sollen die Stellen vulkanisiert werden, unsere Teststücke waren aber kathastrophal und es entsteht ein riesiger Ausschuss, zudem die Produktionskosten rapide höher liegen.
Gibt es in dem Bereich evtl. Studien, die belegen, dass das Kleben nicht "schlechter" ist als das vulkanisieren. Oder evtl. hier im Forum ein paar kluge Köpfe, die darüber mehr Infos haben?
Bin offen für alle Tipps und Tricks...
Ich würde mich sehr über eine (oder mehrere ;) ) Antowort/en freuen!

Viele Grüße

Jan
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Beitragvon petersj » 10.08.2009, 10:32

Es gibt die Möglichkeit des Spritzgießes. Der gesamte Werkzeuginhalt wird dabei vulkanisiert. Es gibt dann also keine Fügestelle mehr. Oder man arbeitet auf eine chemische Vernetzung des Systems hin.
Es kommt aber bei beiden Verfahren auf die herzustellenden Mengen an um Kosten zu senken. Eine Fehlermenge von 3-4% hört sich doch gar nicht so schlecht an.
Ein Verfahren zu ändern und auf einen niedrigen Ausschuß zu bringen kostet immer eine Menge Zeit und Geld. Vor allem muß ein Verfahren erst einmal entwicklt werden. Wenn ein bestehendes Verfahren seit Jahren funktioniert, hat man doch eine entsprechende Grundlage zu sagen ob sie zuverlässig ist oder nicht.
petersj
 
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Beitragvon Neurosis » 19.08.2009, 10:06

Der Kunde möchte aber plötzlich nach vielen Jahren vulkanisierte Dichtungen statt wie bisher die geklebten ;), was aber für uns relativ unwirtschaftlich ist.
Er denkt, dass vulkanisierte Dichtungen um einiges haltbarer sind als geklebte. Dabei haben wir bisher die Erfahrung gemacht, dass wenn einmal eine Dichtung gerissen ist, dieses entweder neben der Klebestelle passiert ist oder in ganz seltenen Fällen an der Klebestelle, was aber wirklich sehr selten vorkommt.

Ps. die Dichtungslänge liegt zwischen 2000 bis über 10000mm, kann mir kaum vorstellen, dass dieses Material direkt gegossen wird und nicht wie bisher am Strang :)

Aber schonmal vielen Dank für die Antwort
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Beitragvon petersj » 19.08.2009, 12:29

Da kann ich nur folgenden Vorschlag machen:
Mit jedem Verfahren eine representable Menge Verbindungen herstellen und gegeneinander verprüfen. Entweder mit eigenen Mitteln, wenn vorhanden (Zugprüfmaschine), oder an ein Institut zur Prüfung vergeben. Aus den entstehenden Daten kann dann eine entsprechende Statistik erstellt werden, welche dann zeigt, welches Verfahren das Bessere ist.

>Oder entspricht das Verkleben vielleicht sogar einer Vulkanisation? Mir war so, als wenn es auch eine Kaltvulkanisation durch Lösungsmittel gibt.
petersj
 
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