Thermoplaste und deren verträglichkeit

Thermoplaste und deren verträglichkeit

Beitragvon andre » 10.02.2012, 15:54

Hallo Leute,
ich bin Neu in der gemeinde und habe eine Frage.
Welche Thermoplastische Kunststoffe dürfen Überhaupt nicht mit einandere vermischt werden?
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Re: Thermoplaste und deren verträglichkeit

Beitragvon petersj » 14.02.2012, 06:56

Grundsätzlich sollte man unterschiedliche Thermoplaste nie mischen. Es gibt die Möglichkeit unterschiedliche Kunststoffe zu Blends (ABS/PC-Blend, ABS/PA-Blend, PPE/PS-Blend u.a.)zu verarbeiten um spezielle Eigenschaften zu erziehlen. Das geht aber nur auf einem entsprechenden Extruder mit entsprechender Knetwirkung und einigen entsprechenden Additiven. Einige andere kann man relativ bedenkenlos mischen (z.B. PE und PP). Absolute Unverträglichkeit besteht allerdings z.B. bei CA, CAB, CP (z.B. Cellidor). Ein fremdes Granulatkorn und man hat sich eine ganze Trichterfüllung versaut.
Daraus aber eine Liste zu machen ist nicht sinnvoll. Denn oft kommt es auch auf die Anwendung an bei der evtl. eine Toleranzgrenze an Fremdmaterial akzeptiert werden kann (Recyklat).
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Re: Thermoplaste und deren verträglichkeit

Beitragvon andre » 14.02.2012, 14:07

Danke, Danke für Ihre Antwort!!!!
Ok, die Unverträglichkeits Liste ist nicht sinnvoll.
Vielleicht können Sie noch weitere Beispiele nennen, wo man verschiedene Materialien bedenkenlos mischen darf???

MfG: Andre
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Re: Thermoplaste und deren verträglichkeit

Beitragvon petersj » 15.02.2012, 06:38

"Bedenkenlos mischen" kann man eigentlich nichts, da immer mit Abweichungen in der Farbe und bei den mechanischen Werten gerechnet werden muß. ABS, ASA und SAN können gemischt werden. Die mechanischen Eigenschaften des Grundstoffes werden dadurch aber sehr gravierend geändert. Selbst das Mischen der CA, CAB und CP ist nicht ratsam, da auch diese zu einer Familie gehörenden Kunststoffe untereinander nicht verträglich sind. Die Polyamide kann man auch nicht mischen, da deutliche Unterschiede in den Schmelzpunkten ggf. zu unaufgeschmolzenen Granulaten führen werden. Es muss beim Mischen von Thermoplasten auf angepasste Schmelzpunkte und chemische Verträglichkeiten geachtet werden. Letzen Endes müssen sich unterschiedliche Thermoplaste in der Mischung aneinander binden können. Das ist aber sehr selten der Fall. Wie ich oben schon sagte, sind dafür entsprechende Vermittler notwendig und es ist ein Mischen in der Schmelze und verkneten der Polymere notwendig. Das kann nicht auf einer SGM erreicht werden.
Letzten Endes kommt es immer auf die gewünschte Qualität des Fertigteiles an.
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