4 kurze Kunststoff Fragen_Lösung bin nicht sicher

4 kurze Kunststoff Fragen_Lösung bin nicht sicher

Beitragvon mec111 » 26.08.2011, 06:26

Hallo,

ich bin neu hier und habe 4 kleine Frage, welche ich beantwortet habe, aber keine Ahnung, ob es richtig ist.


1) Wieso werden oft Kunstsoffe bevorzugt? [Meine Antwort: a ?)]

a) Werkstoff ist günstiger
b) Fertigteile weitgehend ohne Nacharbeitsvorgänge gegossen werden
c) Viele Bauteilanforderungen in einem Arbeitsgang erzeugt werden
d) Energiekosten wegen kleiner Schmelztemp. geringer sind


2) Spritzgießen [Meine Antwort: b ?)]

a) Der zyklische Spritzgießprozess beinhalten die folgenden Arbeitsschritte:
Werkzeug öffnen und entformen, Werkzeug schließen und Schleßkraft
aufbauen, einspritzen, nachdrücken, kalibrieren und kühlen.

b) Bei kleinen Wanddicken (< 0,8mm) muss nach dem Einspritzen noch
nachgedrückt werden, weil die Kunststoffschmelze elastich ist und auf-
Grund von Massenträgheit nicht spontan vollständig die Form füllt.

c) Bei normalen Wanddicken (>0,4mm) muss nach dem Einspritzen noch
nachgedrückt werden.

d) Bei Langsamer Einspritzgeschwindigkeit gibt die Schmelze Wärme an das Werkzeuge ab.
Dadurch entsehen zwischen der strömenden Schmelze in der Mitte und dem Kalten Rand Spannungen.


3) Verbinden von Kunststoffen! [Meine Antwort: c?)]

a) Alle thermoplastischen Kunststoffe können schmelzen und lassen sich somit schweißen
b) Alle thermo. Kunststoffe können schmelzen und lassen sich somit beliebig untereinander schweißen
c) Beim Verkleben kommt es darauf an, dass der Klebstoff zumindest im Fügevorgang leicht fließfähig ist, damit der leicht die gesamte ggf. aufgeraute Oberfläche der Fügepartner benetzen kann.
d) Voraussetzung für das Verkleben ist die Benetzung der Fügepartner mit Klebstoff. Beim Tropfentest sind zu flache Kontaktwinkel negativ, weil dann die Klebstoffschicht wegen, "wegfließen" zu dünn wird.


4) Veredeln von Kunststoffen! [Meine Antwort: b)]

a) Alle Kunststoffe können mit Aluminium bedampft werden.
b) Alle Kunststoffe lassen sich galvanisieren.
c) Das Laser-Beschriften bedingt keine weiteren Materialanforderungen.
d) Beim In-Mould Decoration können aus Kostengründen auch preiswerte pp. Trägerfolien für das Durckbild verwendet werden.
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Re: 4 kurze Kunststoff Fragen_Lösung bin nicht sicher

Beitragvon petersj » 26.08.2011, 11:33

Ob das wirklich so alles richtig ist?
Zu 1.) Ich würde mehrere Antworten als richtig bezeichnen. Dass Kunststoff als Werkstoff günstiger (im Sinne von billiger) ist bezweifel ich alledings. Zumindest einige kunden- und nutzungsspezifische Produkte sin teurer als Metall. Auf jeden Fall sind B, C und D gegenüber Metall richtig.

zu 2.) B ist auf jeden Fall falsch. A könnte richtig sein, wenn die Reihenfolge geändert werden würde und das "kalibrieren" weggelassen werden würde. Richtig ist aber auch C. Denn ab einer gewissen Teiledicke muß die Schwindung beim Abkühlen in der Form weitgehend ausgeglichen werden. D ist aber auch richtig. Durch zu langsames Einspritzen kann es zu Spannungen im Werkstuck kommen, die sich erst lange nach der Verarbeitung zeigen werden.

zu 3.) C würde ich sagen ist richtig. Aber auch A ist richtig. Nur lassen sich einige Kunststoffe besser als andere verschweißen, so dass man bei einigen Sorten besser darauf vezichtet.

zu 4.) Nicht alle Kunststoffe lassen sich galvanisieren. Allerdings kann mit einer entsprechenden Vorbehandlung die Möglichkeit geschaffen werden. Das in D praktizierte Verfahren nennt sich In-mould-Labeling (Im-Schritzgießwerkzeug- etikettieren) und ist ein sehr gern benutztes Verfahren z.B. bei Becherverpackungen (Joghurt, Heringssalat etc).

Ich übernehme aber keine Garantie für diese Ausführungen.
petersj
 
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